Was bedeutet Selbstkontrolle? Es ist die Fähigkeit, Impulse oder Emotionen zu unterdrücken oder zu steuern, damit das eigene Verhalten besser kontrolliert werden kann. Selbstkontrolle bedeutet gleichzeitig auch Selbstbeherrschung. Vor allem wenn man als Frau nicht immer als das schwache Geschlecht dargestellt werden will, hilft es, wenn man die Kontrolle über seine Gefühle im Griff hat. Das kann beispielsweise in Situationen in der Partnerschaft oder im Berufsleben sein, bei denen wir als Frau Selbstkontrolle/Selbstbeherrschung beweisen müssen, um nicht unterzugehen.

Wenn dein Partner sich dafür entscheidet, dich aus Grund XY zu verlassen, dann kannst du Dank deiner Selbstkontrolle, sofern du eine ausgeprägte Selbstkontrolle besitzt, deine tiefe Traurigkeit zurückhalten bis du zu Hause bist. Du kannst dann die Traurigkeit über dich kommen lassen und auch den Tränen freien Lauf lassen, weil du dann die Selbstkontrolle erst einmal hinter dir lassen kannst. Wie du siehst, schützt dich deine Selbstkontrolle also davor, dass du dich vor anderen, die dich sowieso gerade verletzt haben, von deiner verletzlichen Seite zeigen musst. Im Berufsleben kann sich die Selbstkontrolle so auswirken, dass dein Chef dich beispielsweise für etwas verantwortlich macht, dass du selbst gar nicht verbockt hast. Du möchtest allerdings weder deine Kollegin anschmieren, noch eine Diskussion mit deinem Chef beginnen. Was machst du also? Du atmest tief ein, kontrollierst deine Gedanken, atmest aus und antwortest ganz neutral, damit du in nichts hinein gerätst. Nicht jeder verfügt über ausreichend Selbstkontrolle, allerdings kann diese auch geübt werden. Wie das funktioniert zeige ich dir nun: 

  1. Wenn du spürst, dass du gerade kurz davor bist zu explodieren oder in Tränen auszubrechen, solltest du zunächst tief ein und ausatmen und bis 10 zählen. Ich empfehle dir hierfür die 4-6-8 Methode. Tief einatmen-bis 4 zählen-die Luft anhalten-bis 6 zählen-ausatmen- bis 8 zählen. Wiederhole diese Methode bis zu 5 mal. Damit vermeidest du Kurzschlussreaktionen, die du evtl. bereuen würdest.

2. Wenn du spürst, dass du gerade kurz davor bist zu explodieren oder in Tränen auszubrechen, solltest du dich fragen, warum du gerade vor dieser Reaktion stehst. Versuche einen gedanklichen Abstand zu schaffen, um wieder den Blick für das wesentliche schärfen zu können.

3. Versuche auch einmal die Dinge objektiv und nicht nur selektiv wahrzunehmen. Versuche außerdem, dich einmal in die Lage deines Gegenübers zu versetzen, um eine klarere Sicht und Verständnis zu erhalten.

4. Du musst diese Schritte immer wieder üben, denn Übung macht den Meister. Sobald du merkst, dass du die Kontrolle über dich selbst verlierst, gehst du diese oder zumindest einen dieser Schritte durch.